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Fachgebiete REG/SYS
Sebastian Holl, Entwicklungsingenieur im Fachgebiet REG

Die Flüssigkeit leuchtet in einem hellen Türkis. Sebastian Holl gibt ein weißes Pulver in den Erlenmeyerkolben und schüttelt den Glasbehälter vorsichtig. Die Farbe der Flüssigkeit verwandelt sich in ein dunkles Lila. Was wie Zauberkunst aussieht, ist pure Chemie. Wir treffen Sebastian Holl an seinem Arbeitsplatz im ZSW-Labor. 

Auf dem Tisch stehen viele kleine und große Behälter mit Flüssigkeit. In jeder Flasche schimmert es in einer anderen Farbe. Wie ein Zauberkünstler mischt er immer neue Farben an. „Ich fand Chemie schon immer faszinierend“, erzählt er. Seine Freude daran, den Ursprung der Dinge zu suchen, die Materie in ihre unterschiedlichen Bestandteile aufzudröseln, hat ihm auch den Weg zum Studium gewiesen. „Ich wollte etwas Angewandtes studieren und viel im Labor arbeiten“, berichtet er. Während seines Studiums der Oberflächen- und Werkstofftechnik hat er sich auf die Galvanotechnik spezialisiert.

 

In der Galvanotechnik, auch Elektroplattieren genannt, werden chemisch oder mit Strom metallische Überzüge auf ein Bauteil aufgebracht. Wie das funktioniert, zeigt Sebastian im Labor. Vor uns steht eine fünf Meter lange „Förderstraße“, auf der sich immer wieder die gleichen grauen Behälter aneinanderreihen. In jedem ist eine andere Flüssigkeit mit spezieller Funktion.

 

Sebastian nimmt eine Metallscheibe und taucht sie in festgelegter Reihenfolge in die grauen Behälter. „Hier werden die Elektroden zuerst aktiviert und dann mittels elektrischer Spannung beschichtet“, erklärt er. Am Ende des Verfahrens erhält man dann die beschichtete Elektrode.

 

Nach seinem Bachelor-Abschluss war Sebastian zunächst drei Jahre bei einem Hersteller für Prozesschemie in der Entwicklung und danach zwei Jahre bei einem großen Lohnbeschichter als Prozessingenieur tätig. Anschließend wollte er eigentlich seinen Master an der Universität Stuttgart machen. Parallel dazu suchte er eine Hiwi-Stelle. Er bewarb sich am ZSW. „Ich habe mich um ein Praktikum beworben und eine Stelle als Wissenschaftler angeboten bekommen“, erzählt Sebastian lachend. Das Angebot war zu verlockend, um es auszuschlagen. Schließlich geht es um die Prozessoptimierung für die Wasserstoff-Elektrolyse. „Die Wasserstoffproduktion ist ein spannendes Thema, da kann ich mich mit meinem Fachwissen gut einbringen“, so der Entwicklungsingenieur. Außerdem ist sein Arbeitsbereich „Qualitätssicherung“ mit viel Verantwortung verbunden. Er gab also die Idee mit dem Master-Studium auf und fing im Mai 2021 am ZSW an. „Ich habe meine Entscheidung keinen Tag bereut“, sagt Sebastian.

Im Laborraum nebenan sind zwei Praktikanten mit einem Versuch beschäftigt. Sebastian Holl schaut kurz vorbei, bespricht einen Versuchsablauf und gibt den Studenten Tipps, wie sie weiterarbeiten können. Die Betreuung der Praktikanten gehört ebenfalls zu seinem Aufgabengebiet. Der Fokus auf Teamarbeit und kurze Dienstwege gehören zum Alltag am ZSW. „Die Kollegen sind megacool, und wir treffen uns auch mal nach Feierabend auf ein Bier“, sagt er.

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