// Forschungsplattform für die industrielle Produktion von Lithium-Ionen-Zellen etabliert

Vollautomatische Zellassemblierung im 200 m² Trockenraum.
Vollautomatische Zellassemblierung im 200 m² Trockenraum. Bild: ZSW/M. Duckek

Deutschland produziert Elektroautos, aber bislang keine Batterien dafür. Um dies zu ändern, haben Politik und Industrie in den letzten Jahren ihre Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten erheblich ausgebaut. Das trägt jetzt Früchte: Mit dem Aufbau und durch die gesammelten Erfahrungen mit der „Forschungsplattform für die industrielle Fertigung von Lithium-Ionen-Zellen (FPL)“  - für Batterien in mobilen und stationären Anwendungen - sind die technologischen Hürden für eine kommerzielle Produktion von Batteriezellen hierzulande deutlich reduziert worden.

Anfang 2015, nur vier Monate nach Inbetriebnahme, konnten im Rahmen des ersten Industrieprojektes die Prozessschritte qualifiziert und der Referenzprozess definiert werden. Seither wurden mehrere hundert Kilogramm Aktivmaterial verarbeitet, viele Kilometer Elektrodenband produziert und mehr als tausend Elektrodenwickel (Jelly Rolls) hergestellt. Die Kapazität der ZSW-PHEV-1-Zellen liegt mit 22 Ah auf dem Niveau kommerzieller Zellen aus Asien. Diese Erfahrung dient kommenden Projekten mit der Industrie, beispielsweise bei der Adaption der Prozesse auf fortschrittliche (sog. „Generation 3“") Materialien und bei der weiteren Optimierung der Herstellprozesse.

Zusammen mit den vorhandenen Anlagen bietet das ZSW Labor für Batterietechnologie (eLaB) eine weltweit einmalige Infrastruktur auf 10.000 m2 Fläche, mit der neben allen Entwicklungsstufen von der Erforschung neuer Aktivmaterialien bis zur kompletten Zelle, auch die qualitativen Eigenschaften der Akkus und das Verhalten bei Fehlbedienung sowie in Unfallsituationen untersucht werden können.

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"Rundgang" durch eLaB: Imagebroschüre eLaB