// Monitoring der Energiewende in Baden-Württemberg

Die Herausforderungen durch die Energiewende sind in Baden-Württemberg besonders groß, da hier bislang die Kernenergie die Stromerzeugung dominierte und nunmehr durch regenerative Energien ersetzt werden muss. Zudem hat sich das Land im Klimaschutzgesetz selbst ambitionierte Ziele gesetzt: Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 25 % gesenkt werden. Gleichzeitig ist das Versorgungssicherheitsniveau zu halten. Die Komplexität des Transformationsprozesses erfordert die genaue Beobachtung und Bewertung der maßgeblichen Entwicklungen in Energiewirtschaft und -politik. Das ZSW wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg mit einem entsprechenden Monitoring im Land beauftragt. Ziel ist es, die Umsetzung und die Auswirkungen der Energiewende zu analysieren, mögliche Fehlentwicklungen zu erkennen und Handlungsoptionen aufzuzeigen. Der Schwerpunkt des ersten Statusberichts 2013 lag auf der Frage der Versorgungssicherheit im Stromsektor. Hierzu konnte konstatiert werden, dass kurzfristig nicht mit einer Abnahme des Versorgungssicherheitsniveaus im Land zu rechnen ist. Der Umstrukturierungsprozess hat begonnen, muss aber weiterhin begleitet und beobachtet werden. Daneben befasst sich der Bericht mit dem Fortschritt des Stromnetzausbaus, der Erdgas-Infrastruktur, der Verbrauchsentwicklung sowie der Entwicklung der Energiepreise. Dieser Monitoring-Prozess wird fortgeführt. Die Arbeiten auf Landesebene werden durch die Erkenntnisse ergänzt, die Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführender Vorstand des ZSW, als Mitglied der Energiewendekommission auf Bundesebene gewinnt.

Ansprechpartner

Dipl.-Wirt.-Ing. Maike Schmidt
+49 (0)711 78 70-232