// Messkampagnen am WindForS-Windenergieforschungstestfeld auf der Schwäbischen Alb

Im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Verbundforschungsvorhabens WINSENT wird eine numerische Modellkette zur Strömungssimulation an den geplanten Windenergieanlagen des Windenergieforschungstestfelds entwickelt. Die Kette verbindet großskalige Wettermodelle mit kleinskaligen Strömungsmodellen, die detaillierte Umströmungen – beispielsweise der Rotorblätter – abbilden. Dadurch ist es möglich, unterschiedliche Rotorblattdesigns für komplexe Strömungsverhältnisse zu entwickeln.


Um die einzelnen Modelle der gesamten Kette validieren zu können, bedarf es meteorologischer Daten, die räumlich und zeitlich den Randbedingungen der Modellkette entsprechen. Zur Erhebung dieser Messdaten führen die Projektpartner des KIT, der Eberhard Karls Universität Tübingen, der Hochschule Esslingen und der Uni-versität Stuttgart unter der Koordinierung des ZSW sogenannte Intensive Operation Periods (IOP) am Windenergieforschungstestfeld durch. Diese IOPs sind Zeiträume, in denen sämtliche am Testfeld verfügbaren Messinstrumente in einer aufeinander abgestimmten Messkampagne zum Einsatz kommen. Die IOPs werden vor und nach der Errichtung der Forschungswindenergieanlagen durchgeführt, um deren Einfluss auf die Strömung untersuchen zu können. Neben den umfangreich instrumentierten Messmasten kommen unter anderem autonome Messflugzeuge der Universität Tübingen zum Einsatz. Drei um den Testfeldstandort verteilte laseroptische LiDAR-Messsysteme des ZSW sind in der Lage, räumlich und zeitlich synchronisiert die Windgeschwindigkeit und -richtung über große Entfernungen zu erfassen. Erste Ergebnisse zeigen eine sehr gute Übereinstimmung mit den Instrumenten an den Masten und tragen entsprechend zur Validierung der Modellkette bei.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Andreas Rettenmeier
+49 711 78 70-229