// PtG 250 (P2G®)

Das maßgeblich am ZSW entwickelte P2G® (Power-to-Gas)-Konzept sieht vor, „überschüssigen“ Strom mittels Elektrolyse zu Wasserstoff und bei Bedarf in einer anschließenden Synthesestufe mit CO2 zu Methan umzusetzen (Methanisierung). Durch die Umwandlung von Strom zu Gas können zur Speicherung die im Erdgasnetz vorhandenen Untergrundspeicher mit einer Kapazität von mehr als 200 TWh mitgenutzt werden. Am ZSW erfolgt das Basic Engineering für P2G®-Anlagen und die Anpassung an spezifische Anforderungsprofile.

Im Jahr 2011 begann der Betrieb einer containerintegrierten Anlage an Standorten mit verschiedenen CO2-Quellen. Im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Projektes „Power-to-Gas“ (0325275A) ist Ende 2012 eine weitere, um den Faktor zehn größere Versuchsanlage mit 250 kWel am ZSW in Betrieb gegangen. Mit der Fertigstellung dieser 250-kW-Forschungsanlage wurde eine weitere Hürde auf dem Weg zur Marktfähigkeit der P2G®-Technologie überwunden: Am 30. Oktober 2012 hat das ZSW seine neue Anlage eingeweiht. Mit einer möglichen Methanproduktion von bis zu 300 m3 pro Tag war sie damals die größte Anlage ihrer Art weltweit.

Ziel des Versuchsbetriebs ist die Prozessoptimierung hinsichtlich der erzielbaren Gasqualität und der Kosten. Die 250-kW-Anlage besteht aus einem alkalischen Druckelektrolyseur, einer Methanisierungseinheit sowie dem Prozessleitsystem für die Steuerung und Regelung. Die Forschungsanlage arbeitet dynamisch und intermittierend. Im Gegensatz zur ersten Anlage kann sie flexibel auf das rasch wechselnde Stromangebot aus Wind und Sonne und auf plötzliche Unterbrechungen reagieren. Die Steuerungs- und Regelungstechnik entspricht der Technik künftiger industrieller Großanlagen.

Ansprechpartner

Dr. Ulrich Zuberbühler
+49(0)711 78 70-239