// Leuchtturmprojekt Power-to-Gas Baden-Württemberg

Mit dem Leuchtturmprojekt „Power-to-Gas Baden-Württemberg (PtG-BW)“ wurde im südbadischen Grenzach-Wyhlen eine Elektrolyse-Referenzanlage für Wasserstoff (H2) geschaffen. Die Anlage
bezieht per Direktleitung regenerativen Strom aus dem angrenzen- den Wasserkraftwerk Wyhlen und hat eine Produktionskapazität von etwa 500 kg Wasserstoff pro Tag. Die angeschlossene Abfüllstation für H2-Trailer hat eine Umschlagkapazität von 1.500 kg pro Tag. Im Anlagenkomplex ist zusätzlich eine Forschungsplattform des ZSW integriert, in dem optimierte Elektrolyseure im Leistungsbereich bis zu 500 kW unter Praxisbedingungen erprobt werden.


Ziele des Leuchtturmprojekts sind die Identifikation technologischer Potenziale sowie die praxisnahe Erprobung innovativer Komponenten und Verfahren. So wurde im Projekt gemeinsam mit Industrieunternehmen aus Baden-Württemberg eine Technologie-Roadmap erarbeitet und eine ZSW-eigene Elektrolysetechnologie erfolgreich in der Realumgebung getestet. Mit der Anlage konnte eine 20% höhere Leistungsdichte als im industriellen Anlagenteil nachgewiesen werden. Der Elektrolyseur besteht außerdem aus einer geringeren Anzahl an Einzelteilen und ist besser  für die Serienfertigung geeignet. An dem laufenden Projekt sind neben dem ZSW als Projektkoordinator drei weitere Forschungsinstitute und acht Industriepartner beteiligt. Das Vorhaben wird vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gefördert.


Der Power-to-Gas-Standort in Grenzach-Wyhlen ist einer der Gewinner des Ideenwettbewerbs „Reallabore der Energiewende“ des Bundeswirtschaftsministeriums. In einem Verbund mit acht Part-nern wird die Anlage leistungsseitig erweitert und der regenerative Wasserstoff in den Sektoren Industrie und Mobilität genutzt. Die anfallenden Abwärmen sollen in ein Nahwärmenetz eingespeist werden.

Weitere Informationen

Projekt-Homepage: www.ptg-bw.de

Ansprechpartner

Dr. Marc-Simon Löffler
+49 711 78 70-233
Die Power-to-Gas-Anlage am Wasserkraftwerk im südbadischen Wyhlen. Foto: Energiedienst AG
Die Struktur des Leuchtturmprojekts auf einen Blick. Grafik: ZSW