// FlexFuel-Brennstoffzellensystem

Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projektes in Zusammenarbeit mit einem mittelständischen Unternehmen aus Baden-Württemberg ist die Entwicklung eines PEM-Brennstoffzellensystems zur netzautarken Stromversorgung mit den nicht leitungsgebundenen Energieträgern Flüssiggas bzw. Bioethanol im Leistungsbereich von 1 kWel. Für derartige Systeme finden sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen netzferne Stromversorgung, Bordstromversorgung und Range Extender für Batteriefahrzeuge bis hin zur Hausenergieversorgung (Insellösungen).

Das wesentliche Alleinstellungsmerkmal der Entwicklung ist neben dem flexiblen Kraftstoffeinsatz insbesondere der geschlossene Wasserkreislauf. Das im Gasprozessor für die Dampfreformierung benötigte Wasser wird vollständig aus dem Prozess zurückgewonnen, sodass kein externes Wasser zugeführt werden muss. Das System ist so konzipiert, dass anfallende Prozesswärme in einem Heizkreis genutzt werden kann oder über Radiatoren an die Umgebung abgeführt wird, falls keine Wärmesenke vorhanden ist. Die elektrische Schnittstelle ist zur Ladung verschiedener Batterietypen (Lithium-Ionen, Blei, Nickel-Metallhydrid) auf unterschiedlichen Spannungsniveaus (24 V / 48 V) konzipiert.

Das Brennstoffzellensystem ist hinsichtlich Aufbau und Automatisierungsgrad bereits ein produktnaher Prototyp und wiegt bei Abmessungen von ca. 99 x 62 x 35 cm (HxBxT) etwa 80 kg. Seit Sommer 2014 befindet sich das System in der Erprobung. Im Rahmen des praxisnahen Versuchsbetriebes konnten alle wesentlichen Systemspezifikationen nachgewiesen werden.

Ansprechpartner

Dr. Marc-Simon Löffler
+49 (0)711 78 70-233