// FastStorageBW II: Erforschung neuartiger Hochleistungs- und Hochenergiespeicherzellen und deren Fertigungsmethodik

Im landesgeförderten Projekt „Fast Storage BWII“ entwickelt das ZSW im Rahmen verschiedener Teilprojekte neuartige Beschichtungstechnologien für nickelbasierte Elektroden, Aktivmaterialien für die positive und die negative Elektrode von Powercaps sowie bipolare Zellaufbauten für Hochleistungsanwendungen.

Bipolare Zellaufbauten
Industrielle Energiespeicheranwendungen verlangen nach kostengünstigen Lösungen für höchste Leistungen. Üblicherweise zeigen Hochleistungsspeicher deutlich höhere Kosten als energieoptimierte Speicher. Eine Möglichkeit diesen Punkt zu umgehen, liegt in der Anwendung von bipolaren Aufbauten, da diese eine interne Reihenschaltung mit sehr niedrigem Innenwiderstand aufweisen können. Die Notwendigkeit einer externen Zellverbindung wird reduziert bzw. entfällt vollständig. Im Projekt werden Prototypen auf Basis von alkalisch-wässrigen Elektrolyten für 12V-, 24V- und 48V-Spannungsniveaus entwickelt.

Aktivmaterialien und Elektrodenentwicklung
Neben der Untersuchung industrieller Elektroden als Benchmark werden neuartige Aktivmaterialien für positive und negative Elektroden von Powercaps entwickelt. Ein besonderes Augenmerk wird auf eine hohe Leistungsfähigkeit der neu hergestellten Materialien gelegt. Die elektrochemische Charakterisierung der Aktivmaterialien findet am ZSW statt. Darüber hinaus werden neuartige nickelbasierte oberflächenreiche Ableitelektroden entwickelt, die eine wesentliche Erhöhung der Stromdichte erlauben. Erste Untersuchungsergebnisse zeigen, dass auf Basis der oberflächenreichen Ableitelektroden Entladeraten bis 470C ohne wesentliche Kapazitätseinbußen realisiert werden können.

Ansprechpartner

Dr. rer. nat. Olaf Böse
+49 731 9530-551
Explosionszeichnung des bipolaren Zellaufbaus mit einer Grundfläche von 100 cm²