// Verkehrsminister Winfried Hermann besucht das ZSW in Stuttgart

Besuch von Verkehrsminister Winfried Hermann am ZSW Stuttgart Copyright: ZSW

Verkehrsminister Winfried Hermann und Dr. Marc-Simon Löffler am Elektrolysemodell des ZSW Stuttgart Copyright: ZSW

Verkehrsminister Winfried Hermann mit Delegation in der Laborhalle des ZSW Stuttgart Copyright: ZSW

Verkehrsminister Winfried Hermann und Daniel Renkonen an der Methanisierungsanlage des ZSW Stuttgart Copyright: ZSW

Verkehrsminister Winfried Hermann und Daniel Renkonen, Verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, an der Demonstrationsanlage zur CO2 Bereitstellung aus der Luft am ZSW Stuttgart Copyright: ZSW

Verkehrsminister Winfried Hermann und Dr. Marc-Simon Löffler, Fachgebietsleiter ZSW, an der Demonstrationsanlage zur CO2 Bereitstellung aus Luft am ZSW Stuttgart Copyright: ZSW

Auf seiner diesjährigen Sommerreise besuchte Verkehrsminister Winfried Hermann am 2. September 2020 das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Stuttgart, um sich über den aktuellen Stand der Forschungsaktivitäten im Bereich Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe zu informieren.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) entwickelt Lösungen für alle Formen der nachhaltigen Mobilität. Es erforscht nachhaltige Energieträger, Speichersysteme und Komponenten und untersucht deren Marktintegration in verschiedenen Mobilitätskonzepten. Dazu zählen insbesondere die Erforschung nachhaltiger Materialien für die batterieelektrische Mobilität bis hin zum Recycling, neue Produktionsverfahren auch mit KI-Unterstützung sowie Lebensdauer- und Sicherheitstests. Zur langjährigen Expertise des ZSW gehören außerdem die Entwicklung und Tests von Brennstoffzellen, die Überprüfung von Tankvorgang und Wasserstoffqualität an Abfüllstationen sowie strombasierte Kraftstoffe auf der Grundlage von grünem Wasserstoff für eine klimaneutrale Mobilität.

In diesem Kontext entwickelt das ZSW Technologien für die kostengünstige Bereitstellung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse auf Basis von erneuerbarem Strom. Ergänzt wird dies durch die Entwick-lung von Technologien zur Gewinnung von Kohlenstoff mittels CO2-Abscheidung aus der Luft oder aus Biomasse als Basis für die Herstellung von klimaneutralen Brenn- und Kraftstoffen. Diese technologieorientierte Forschung wird durch systemanalytische Untersuchungen begleitet, in deren Fokus beispielsweise die Frage steht, in welchen Verkehrssektoren und/oder anderen Anwendungsfeldern grüner Wasserstoff und auf dessen Basis erzeugte synthetische Kraftstoffe eingesetzt werden sollten, um bereits im Jahr 2030 substanzielle Beiträge zum Klimaschutz im Verkehr zu leisten.

Die Wissenschaftler untersuchen dazu verschiedene Markthochlaufszenarien, Randbedingungen zur Weiternutzung bestehender Infrastrukturen und mögliche ökonomische Konsequenzen wie Änderungen von Wertschöpfungsstrukturen. Da aller Voraussicht nach der Bedarf an grünem Wasserstoff und seinen synthetischen Folgeprodukten nur zu sehr geringen Teilen aus einer Produktion in Deutschland gedeckt werden kann, analysiert das ZSW zudem potenzielle Partnerländer für den Import von „Green Crude“, einem synthetischen Rohölersatz auf Basis von grünem Wasserstoff und regenerativem Kohlenstoff. Diese Arbeiten laufen in einer vom Verkehrsministerium finanzierten Begleitstudie zum aktuellen Forschungsprojekt reFuels, das sich im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg des Themas strombasierter Kraftstoffe intensiv annimmt und vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniert und geleitet wird.

Der Verkehrsminister Winfried Hermann wurde bei seinem Besuch begleitet von Peter Pätzold, Baubürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Daniel Renkonen, Verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, MdL sowie Vertretern des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg.

Nach Impulsvorträgen und regem Diskussionsaustausch, besuchte Minister Hermann die Forschungslabore des ZSW am Standort Stuttgart und informierte sich über aktuelle Forschungsprojekte zur effizienten und kostengünstigen Herstellung von regenerativem Wasserstoff, zur Bereitsstellung von CO2 aus der Luft sowie zur Synthese von synthetischen Kraftstoffen aus grünem Wasserstoff für eine klimaneutrale Mobilität.