// Internationale Ulmer Elektrochemische Tage (UECT) vom 22. bis 23. November 2021

Auf der 17. UECT wird diskutiert, wie Batterien und Brennstoffzellen hergestellt werden müssen, um den Massenmarkt bedienen zu können.

Batterien und Brennstoffzellen auf dem Weg in den Massenmarkt

Die Europäische Union will bis 2050, Deutschland bis 2045 klimaneutral werden. Die Pfeiler einer zukünftig CO2-freien Mobilität sind Batterien und Brennstoffzellen. Derzeit arbeiten Forschung und Industrie daran, die Serienfertigung dieser Powerpakete vorzubereiten, um den Massenmarkt bedienen zu können und die Kosten zu senken. Was dafür erforderlich ist, beleuchten die „17th Ulm ElectroChemical Talks“ (UECT) am 22. und 23. November 2021. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) veranstaltet die internationale Konferenz im Congress Centrum Ulm – ein Onlinezugang ist ebenfalls möglich. Es werden rund 300 Fachleute aus Industrie und Wissenschaft erwartet. Details und Anmeldungsunterlagen zur Konferenz finden sich unter: https://uect.de

Die Elektromobilität boomt: Die Zulassungszahlen von batteriebetriebenen Elektroautos steigen weltweit rasant. Beim Einsatz von regenerativ erzeugtem Strom ermöglichen diese Fahrzeuge ein Fahren ohne Emissionen von Kohlendioxid. Für Verkehrsmittel jenseits des Pkws wird man in wenigen Jahren schon weitere CO2-freie Lösungen brauchen. Deshalb arbeitet die Industrie intensiv an wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen. Die emissionsfreien Antriebe sollen vor allem im Schwerlastverkehr sowie in Bussen und Zügen zum Einsatz kommen.

Vom Herstellungsprozess bis zum Recycling

Die diesjährige UECT beleuchtet, wie Batterien und Brennstoffzellen schnell aus dem Labor in die Massenproduktion überführt werden können. „Nur in großen Stückzahlen lassen sich günstige Preise realisieren. Und nur so können die Energiewende und eine rasche Absenkung unserer CO2-Emissionen auf null gelingen“, sagt Prof. Dr. Markus Hölzle, Vorstandsmitglied und Leiter des ZSW in Ulm. „Bei vielen noch offenen Fragen ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft zwingend notwendig. Die Konferenz bietet eine hervorragende Plattform zur Diskussion technischer Fragen und für den persönlichen Austausch.“

Rund 25 Expertinnen und Experten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern präsentieren im Ulmer Kongresszentrum den Stand der Technik bei Batterien, Brennstoffzellen und Wasserstoff. In sechs Sessions über zwei Tage wird diskutiert, wie sich die CO2-freie Mobilität mit Batterien und Brennstoffzellen in den nächsten Jahren voraussichtlich entwickeln wird, welche Chancen in der Industrialisierung der Produktion liegen und welche Herausforderungen bei der Speicherung und Verteilung erneuerbarer Energie künftig noch gelöst werden müssen. Weitere Themen sind die Wasserstoffproduktion und -nutzung in großem Maßstab sowie das Recycling der Stromspeicher und Energiewandler.

Posterpräsentationen werden den Teilnehmenden, vor allem jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Gelegenheit zum akademischen Austausch bieten. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Aufgrund möglicher Einschränkungen durch Covid-19 wird die Konferenz auch online übertragen und eine Fernteilnahme ermöglicht.

 

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17th Ulm ElectroChemical Talks (UECT)

Thema: Batterien und Brennstoffzellen – Serienfertigung

Zeit: 22. und 23. November 2021

Ort: Ulm, Congress Centrum Ulm (CCU). Auch ein Onlinezugang ist möglich.

Programm und Anmeldung: https://uect.de

Zielgruppen: Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschungsinstituten und Politik

Veranstalter: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)

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Über das ZSW

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gehört zu den führenden Instituten für angewandte Forschung auf den Gebieten Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen sowie Energiesystemanalyse. An den drei ZSW-Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind derzeit rund 300 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt. Hinzu kommen 100 wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte. Das ZSW ist Mitglied der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW), einem Zusammenschluss von 12 außeruniversitären, wirtschaftsnahen Forschungsinstituten.