Die Energiewende im Verkehr stellt eine besondere Herausforderung dar – schließlich beruht die Mobilität in Deutschland noch immer zu rund 90 Prozent auf Erdöl. Das Energiekonzept der Bundesregierung sieht für den Verkehrssektor vor, dass bis 2020 der Endenergieverbrauch um 10 Prozent und bis 2050 um 40 Prozent gegenüber 2005 gesenkt werden soll. Um diese Ziele zu erreichen, soll einerseits der Pkw-Verkehr verstärkt auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie Bus, Bahn oder Fahrrad verlagert und die Abläufe insgesamt optimiert werden. Zum anderen bedarf es regenerativer Kraftstoffe, die nicht im Konflikt mit dem Naturschutz stehen.

Ansprechpartner

M.Sc. Simon Schwarz
+49 (0)711 7870-258

// Weniger CO2 durch erneuerbares Gas und Batterien

Erneuerbares Methan, erneuerbarer Wasserstoff und batterieelektrische Antriebe bieten die besten Aussichten auf wirksame CO2-Reduktionen und können zugleich erneuerbaren Strom speichern – ein entscheidender Beitrag zu stabileren Netzen.

Das ZSW hat in den besonders aufstrebenden Bereichen batterieelektrische Mobilität, Wasserstoffherstellung und eFuels einen großen Erfahrungsschatz und aufgrund  jahrelanger Forschungsarbeit besondere Detailkenntnisse der Technologien. In den Laboren des eLab in Ulm werden die elektrochemischen Komponenten untersucht, das Fachgebiet Regenerative Energieträger und Verfahren in Stuttgart entwickelt die P2G®-Technologie zur Herstellung von Wasserstoff und Methan kontinuierlich fort.

// Energiewirtschaftliche Konzepte für regenerative Antriebe

Das Fachgebiet Systemanalyse greift diese technischen Entwicklungen auf und erarbeitet Konzepte für den flächendeckenden und systemrelevanten Einsatz. So werden unter anderem die technischen Entwicklungspfade an den ökonomischen Restriktionen gespiegelt, um Impulse für die zielgerichtete Weiterentwicklung der Technologien zu geben. In Projekten wie komDRIVE hat das ZSW die aktuellen und zukünftigen Kostenpotenziale von Traktionsbatterien untersucht. Durch Sensitivitätsanalysen und die Betrachtung unterschiedlicher Geschäftsmodelle werden Prognosen für die Zukunft gestellt sowie unterschiedliche Konzeptansätze anhand der Total Cost of Ownership (Gesamtkostenbetrachtung) verglichen und bewertet. Ein Ziel ist die Ableitung von Handlungsempfehlungen für Industrie und Politik, um auch zukünftig den Wirtschaftsstandort Deutschland und Baden-Württemberg zu stärken.

Im Leuchtturmprojekt Power-to-Gas Baden-Württemberg werden Geschäftsmodelle für die regenerative Bereitstellung von eFuels (eH2, eCH4, ePtL) erarbeitet - ein vielversprechendes Konzept - nicht nur für den individuellen Personenverkehr, sondern in besonderem Maße für Verkehrsleistungen, die sich aus heutiger Sicht nicht rein batterieelektrisch bewältigen lassen. Dazu zählen beispielsweise die Langstreckenmobilität sowie der Last-, Schienen-, Luft- und Schiffsverkehr.

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