Klimaschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Generation. Deutschland will bis zum Jahr 2045 klimaneutral sein. Welche Weichen müssen gestellt werden, damit wir zukünftig nachhaltig auf diesem Planeten leben? Dafür entwickeln wir Szenarien und Instrumente. Wir zeigen auf, was jetzt geschehen muss, damit die Energiewende zügig vorankommt und klimaneutrales Leben in Deutschland 2045 möglich wird. Energie und Mobilität machen etwa 40 Prozent des persönlichen CO₂-Fußabdruckes aus. Sie sind deshalb ein Grundpfeiler für eine klimafreundliche Zukunft. Wie diese innerhalb kurzer Zeit und zu vertretbaren Kosten aussehen kann – darum geht es uns.

Ansprechpartner

M.Sc.Dipl.-Wirt.-Ing.(FH) Tobias Kelm
+49 711 78 70-250

Ansprechpartner

Dipl.-Volksw. Andreas Püttner
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Energie- & Klimaschutzszenarien

Um wirkungsvolle energiepolitische Maßnahmen ergreifen zu können, benötigt die Politik wissenschaftlich fundierte, belastbare, und neutrale Entscheidungsgrundlagen. Diese müssen bereits verfügbare und in der Entwicklung befindliche Technologien umfassen sowie deren Potenzial und deren künftige Effekte im Energiesystem präzise analysieren. Die Analysen ermöglichen die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Politik.

Gutachten für politische Entscheidungsträger

Entwicklung der sektoralen Treibhausgasemissionen im Zielszenario Quelle: S. 23, https://www.zsw-bw.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Aktuelles/2017/20170928_Endbericht_Energie-_und_Klimaschutzziele_2030.pdf

Sowohl die bundes- als auch die landespolitischen Entscheidungsträger greifen auf die Expertise des ZSW zurück. So stützt sich beispielsweise die baden-württembergische Landesregierung mit ihrem 2020 verabschiedeten Klimaschutzgesetz auf eine Studie, die federführend vom ZSW in Zusammenarbeit mit verschiedenen wissenschaftlichen Partnern durchgeführt wurde. Kern dieser Studie war die Entwicklung eines Energieszenarios Baden-Württemberg und daraus ein CO₂-Minderungsziels für das Jahr 2030 abzuleiten.

Instrumente für die Energiewende

Für den Erfolg der Energiewende bedarf es verlässlicher Rahmenbedingungen. Einen wichtigen Grundstein legte Deutschland mit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000. Das EEG löste das Stromeinspeisungsgesetz (StromEinspG) aus dem Jahr 1990 ab und ist im Laufe der Jahre zum Vorbild für zahlreiche Fördersysteme rund um den Globus geworden. Das ZSW steht der Politik seit 2005 bei der Gestaltung des Gesetzes mit seiner Expertise zur Seite.

Verlässliche Antworten auf aktuelle Fragen

Durch wissenschaftliche Analysen zur Marktintegration, Kostenentwicklung und zu den Auswirkungen auf die Energieversorgung liefern die ZSW-Experten verlässliche Antworten auf aktuelle Fragestellungen und unterstützen die Bundesregierung bei ihren Berichtspflichten. Unter anderem leitet das ZSW das Forschungsvorhaben zur Evaluierung des EEG im Bereich der Photovoltaik und ist am Vorhaben zur Windenergie an Land beteiligt.

Zudem begleiten die Wissenschaftler im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte die Evaluierung und Weiterentwicklung der Ausschreibungssysteme für erneuerbaren Energien, mit denen seit 2017 die Höhe der finanziellen Förderung ermittelt wird. Daneben war und ist das Fachgebiet Systemanalyse in verschiedene Vorhaben eingebunden, die sich mit Fragestellungen zur Finanzierung des Ausbaus sowie der regionalen Verteilung und Steuerung des Ausbaus erneuerbarer Energien beschäftigen.

Monitoring und Evaluation

Das ZSW gestaltet mit seinen Arbeiten die unterschiedlichen Transformationsprozesse aktiv mit, die das Energiesystem im Rahmen der Energiewende durchläuft. Hierzu müssen in sämtlichen Sektoren der Energiewirtschaft entsprechende Entwicklungen angestoßen, gelenkt oder forciert werden – auf nationaler Ebene ebenso wie in den Ländern, Regionen und Kommunen. Unabdingbar ist dabei  eine kontinuierliche Beobachtung und Erfassung sowie Bewertung dieser Entwicklungen, um daraus anschließend  Handlungsempfehlungen für die Politik abzuleiten. Diese Tätigkeiten gehören seit vielen Jahren zu den wichtigsten Arbeitsgebieten des ZSW-Fachgebiets Systemanalyse.

Monitoring des Fortschritts der Energiewende

Eine wichtige Aufgabe besteht im Monitoring des Fortschritts der Energiewende. Damit unterstützen die Wissenschaftler den  geschäftsführenden ZSW-Vorstand Prof. Dr. Frithjof Staiß in seiner Funktion als Mitglied der von der Bundesregierung eingesetzten Energiewende-Kommission.
Im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg werden die Umsetzung und die Auswirkungen der Energiewende auf Landesebene analysiert. Daneben erarbeiten die ZSW-Experten auch den ab 2014 jährlich zu erstellenden Monitoring-Kurzbericht zum Klimaschutz. Schwerpunkt dieses Berichts ist, den Fortschritt des Landes Baden-Württemberg bei der Reduktion der Treibhausgasemissionen zu beleuchten und den Zielsetzungen gegenüberzustellen.

Monitoring der Energiewende in Baden-Württemberg

Die Herausforderungen durch die Energiewende sind in Baden-Württemberg groß. Kernenergie und Steinkohle dominieren (noch) die Stromerzeugung und müssen rasch durch erneuerbare Energien - sowohl Strom als auch Gas (Stichwort: grüner Wasserstoff) - ersetzt werden. Zudem hat sich das Land im Klimaschutzgesetz selbst ambitionierte Ziele gesetzt: Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 65 % gesenkt werden und bis 2040 soll Klimaneutralität erreicht werden – fünf Jahre früher als auf Bundesebene. Gleichzeitig ist das Versorgungssicherheitsniveau zu halten, um Baden-Württemberg als Industriestandort attraktiv zu halten. Die Komplexität des Transformationsprozesses erfordert die genaue Beobachtung und Bewertung der maßgeblichen Entwicklungen in Energiewirtschaft und -politik. Das ZSW unterstützt das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg mit einem jährlichen Monitoringbericht zum Fortschritt der Energiewende im Land. Ziel ist es, die Umsetzung und die Auswirkungen der Energiewende zu analysieren, mögliche Fehlentwicklungen zu erkennen und Handlungsoptionen aufzuzeigen. Der Umstrukturierungsprozess der Energiewirtschaft ebenso wie der der Industrie haben begonnen, müssen aber weiterhin begleitet und beobachtet werden. Der Bericht befasst sich auch mit dem Fortschritt des Stromnetzausbaus, der Erdgas-Infrastruktur, der Verbrauchsentwicklung, Entwicklung der Elektromobilität und der Wasserstoffinfrastruktur sowie der Entwicklung der Energiepreise. Die Arbeiten auf Landesebene werden durch die Erkenntnisse ergänzt, die Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführender Vorstand des ZSW, als Mitglied der Energiewendekommission auf Bundesebene gewinnt.

Kompetent bei Datenauswertung und -aufbereitung

Das ZSW ist für Monitoring- und Evaluationsaufgaben prädestiniert, weil es über eine belastbare Informations- und Datengrundlage verfügt, die seit Jahrzehnten aufgebaut, gepflegt und weiterentwickelt wird. Die Akquisition von Daten und deren Auswertung sowie deren Aufbereitung für unterschiedliche Fragestellungen und Akteure gehört zu den Kernkompetenzen des Teams. Zu den Auftraggebern zählt – neben zahlreichen wissenschaftlichen Einrichtungen, Fachverbänden und Unternehmen – insbesondere das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Das Fachgebiet Systemanalyse leitete von 2004 bis 2016 die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat). Diese bilanziert den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland und aktualisiert fortlaufend Statistiken, die dann die Basis für die Bundesregierung bei der Erfüllung zahlreicher nationaler und internationaler Berichtspflichten bilden. Dank des Fachgremiums lassen sich die Erfolge beim EE-Ausbau in Zahlen ablesen. Des Weiteren ermittelt das ZSW auch ökonomische Effekte, die aus dem Ausbau der Erneuerbaren Energien resultieren.

Im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien lieferte das ZSW zudem Zahlen, Daten und Fakten für inzwischen sechs Bundesländervergleichsstudien und unterstützt die AEE bei der Datenrecherche und -aufbereitung für die Bundesländer-Datenbank „Föderal-Erneuerbar“. Für Baden-Württemberg bilanziert das ZSW unter dem Titel „Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg" zudem jährlich den Erneuerbaren-Ausbau auf Landesebene.

Leistungen

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