// HyFaB: Forschungsfabrik für Brennstoffzellen

Das Projekt „HyFaB-Baden-Württemberg - Forschungsfabrik für Brennstoffzellen und Wasserstoff“ soll die Zulieferindustrie stärken und ein offenes, flexibles Angebot schaffen, um automatisierte Fertigungs- und Qualitätssicherungsverfahren für Brennstoffzellen entwickeln und erproben zu können. Weitere Arbeiten erfolgen zu Fabrikabnahmetests und zu großserientauglichen Inbetriebnahmeprozeduren. Dazu soll das ZSW in Ulm bis 2021 deutlich ausgebaut werden. Das Land Baden-Württemberg beginnt mit dem ersten Schritt zur Realisierung von HyFaB: Das Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg gab am 19. Dezember bekannt, die Vorhaben mitinsgesamt 7,9 Mio. Euro zu fördern – 3,8 Mio. Euro gehen ans ZSW. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg hat zusätzlich eine Förderung von gut 10 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) beabsichtigt, die Produktions- und Prozessforschung über öffentliche Projekte mit der Industrie über die kommenden Jahre mit bis zu 30 Millionen Euro zu fördern. Dies bekräftigte Staatssekretär Bilger bei einem Besuch am 23. Juni 2020 im ZSW. Der Bund sehe in HyFaB große Chancen für die deutsche Industrie, vor allem für wichtige Branchen wie den Maschinenbau und die Autozulieferer.  Ulm könne damit seine Bedeutung als bedeutender nationaler Standort in der Brennstoffzellenforschung ausbauen. HyFaB wurde zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) und vielen Partnern aus der Industrie entwickelt.

Hochleistungsbrennstoffzellen-Stacks sind komplexe Konstruktionen: hunderte von Einzelzellen, bestehend aus Membran-Elektroden-Einheiten (MEAs) mit 10 Mikrometer dünnen Membranen, müssen mit Bipolarplatten mit knapp 1 Millimeter Bauhöhe und filigranen Gasverteilerstrukturen plus den Gasdiffusionslagen aus porösem Kohlefaservlies aufeinander abgestimmt und zu einem Stapel zusammengefügt werden. Im Projekt HyFaB soll die für die Großserienproduktion notwendige, neue und automatisierte Fertigungstechnologie entwickelt werden. Die Schaffung der dazugehörigen, standardisierten Qualitätsmethoden ist wesentlich für den Aufbau einer schlagkräftigen Zulieferindustrie und eines kompetenten Maschinenbaus. Auch die Ausbildung von Fachkräften wird ein wichtiger Bestandteil des Projektes sein.

Contact

Dipl.-Ing. (FH) Frank Häußler
+49 731 9530-791
HyFaB: Klimatisierte Fertigungszelle zur automatisierten Brennstoffzellenfertigung am ZSW in Ulm.
HyFaB: Klimatisierte Fertigungszelle zur automatisierten Brennstoffzellenfertigung am ZSW in Ulm.