// STRIVE.BW – Flexible Netzanschlussvereinbarungen für Batteriespeicher

// STRIVE.BW – Flexible Netzanschlussvereinbarungen für Batteriespeicher

Ausgangslage und Problemstellung

Der starke Zubau marktlich betriebener Großbatteriespeicher führt zunehmend zu lokalen Netzengpässen und zu einer hohen Zahl paralleler Anschlussbegehren in Verteilnetzen. Gleichzeitig bestehen erhebliche Zielkonflikte zwischen maximaler marktlicher Nutzung der Speicher einerseits und der Sicherstellung der Netzstabilität sowie der effizienten Nutzung bestehender Netzinfrastruktur andererseits.

Zielsetzung 

STRIVE.BW („STRategien und Betriebsmodelle zur netzdienlichen Integration von Batteriespeichern in VErteilnetze in Baden-Württem-berg“) hat zum Ziel, Betriebskonzepte und regulatorischen Rahmenbedingungen zu entwickeln und zu bewerten, die eine systematisch netzdienliche Fahrweise stationärer Batteriespeicher ermöglichen, ohne deren betriebswirtschaftliche Attraktivität substanziell zu mindern.

Wissenschaftliche und technische Schwerpunkte

  • Systematische Untersuchung netzdienlicher Betriebsstrategien und deren Abbildung in Geschäftsmodellen
  • Analyse der Kombinationswirkung flexibler Netzanschlussregelungen (FCAs) (§ 8a EEG, § 17 Abs. 2b EnWG) mit dynamischen Netzentgelten (AgNes-Verfahren)
  • Identifikation von Synergiepotenzialen, Zielkonflikten und praktikablen Umsetzungspfaden
  • Weiterentwicklung des Prognosetools GridSage zu einem vorausschauenden Engpassindikatorsystem auf Basis von
  • hochaufgelösten EE-Erzeugungsprognosen
  • Last- und Netzzustandsprognosen
  • historischen Messdaten und aktuellen meteorologischen Vorhersagen
  • Ableitung zeit-variabler und dynamischer Leistungsrestriktionen (Leitplanken) für netzdienliche Lade-/Entladevorgänge im Rahmen von FCAs
  • Konzeption einer standardisierten, interoperablen Kommunikationsarchitektur zur Integration in bestehende Netzleit- und Betriebsführungssysteme

Validierung der entwickelten Ansätze anhand realer Netzdaten ausgewählter Verteilnetzbetreiber

Erster Projektabschnitt

  • Initiale Erarbeitung zentraler Thesen in fünf strukturierten Workshops mit Vertreter*innen von Verteilnetzbetreibern, Projektierern und Speicherbetreibern
  • Analyse und Bewertung der Thesen im weiteren Projektverlauf
  • Veröffentlichung der Ergebnisse in einem Thesenpapier

Projektpartner

  • Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) – Koordination
  • Technische Hochschule Ulm
  • Netze BW
  • Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH
  • Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH
  • FairNetz GmbH
  • Ehinger Energie GmbH
  • noveria Energy
  • schoenergie GmbH
  • envelio
  • Becker Büttner Held (BBH)

In der Presse

pv magazine

50,2 online 

FinanzNachrichten.de

industr.com 

 

 

Contact

Jonas Petzschmann
+49 711 7870-160

Weitere Informationen zum Projekt

  • Gefördert vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
  • Laufzeit: Dezember 2025 – November 2027 (2 Jahre)
Logo Strive.BW

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