
Brennstoffzellensysteme befinden sich derzeit größtenteils noch im Prototypen- oder Vorserienstadium. Hauptaugenmerk auf dem Weg zur Markteinführung und -durchdringung liegt im Wesentlichen auf der Erhöhung der Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Anwendungssysteme und somit auf der Weiterentwicklung und Optimierung verschiedener Teilkomponenten. Um bei der Untersuchung einzelner Komponenten (Reformer, Stack, Peripherieaggregate etc.) und der Umsetzung von Optimierungsschritten aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, ist es jedoch unerlässlich die entsprechenden Komponenten möglichst praxisnah im Gesamtsystemverbund zu betrachten.
Mit einer „Modularen Testplattform“ steht am ZSW ein für unterschiedliche industrielle Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben leicht adaptierbarer Gesamtsystemteststand als Dienstleistungsinfrastruktur zur Verfügung. Ein vereinfachter Komponentenaustausch ermöglicht die realitätsnahe Qualifizierung und Adaptionsentwicklung von Teilkomponenten im Systemverbund. Die Prozesssteuerung und ‑regelung wurde dabei möglichst flexibel gestaltet, um eine einfache Demonstration und Analyse unterschiedlicher Systemverschaltungen zu gewährleisten.
Seit Inbetriebnahme im Frühjahr 2008 wurden bereits zahlreiche Industrieaufträge hinsichtlich Qualifizierung, Adaption und Entwicklung insbesondere von Reformer- und Peripheriekomponenten erfolgreich abgewickelt.